Dienstag, 4. Dezember 2012

Das Bamboo Manga Pen & Touch (3. Generation) im Test!


Ich durfte das neueste Grafiktablett „Wacom Bamboo Manga“ einen ganzen Monat lang ausgiebig testen und hier folgt nun mein Bericht.

Wacom Bamboo Manga inkl. Softwarepaket

Farbe / Design
Grau und Schwarz war gestern – etwas Neues muss her!
Wacom hat sich beim Design der 3. Generation des Bamboo etwas Besonderes einfallen lassen. Dieses Mal befindet sich der Aufdruck „Bamboo“ in einem frischen Grünton. Die Schlaufe für den Stift und die ganze Rückseite des Tabletts befinden sich in demselben Grün, wie der Aufdruck. Die Oberfläche ist schwarz geblieben. Auf dem Grafiktablett selbst befinden sich 4 Tasten, die man mit Funktionen selbst belegen kann, eine Kontrollleuchte (blau = wird der Stift darauf geführt) und es besitzt einen Steckplatz für das Wireless-Kit. Ein schmaler Streifen vom Tablett wurde mit Klavierlack veredelt und gibt dem Gerät noch das gewisse Etwas.

Verpackung und Gestaltung
Das Wacom Bamboo Manga im "S" (Small) Format kommt in einem Pappkarton daher, der sich in einem anderen befindet. Auf diesem Karton befindet sich ein sehr hübsches und farbintensives Artwork, was zum Zeichnen einlädt. Die Systemvoraussetzungen für Windows und Mac befindet sich auf dem Karton, sowie eine Inhaltsangabe.

Inhalt
USB-Kabel
Treiber-CD
Code zum Herunterladen der Software
Wacom Tablett
Stift
Ersatzminen
Werkzeug zum Entfernen der Stiftspitzen
Kurze Anleitung
Zwei Editionen mit verschiedenem Inhalt
Wacom bringt von der 3. Generation an Grafiktabletts zwei Versionen auf den Markt. Man kann wählen zwischen dem Grafiktablett oder dem Grafiktablett inklusive dem Softwarepaket. In diesem Softwarepaket stehen dem Käufer folgende Programme zur kostenlosen Verfügung:  Anime Studio und Manga Studio 4.0 Debut

Beide Programme können direkt von der Hauptseite von Wacom herunter geladen werden. Eine kostenlose Registrierung ist nötig. Code einfach eingeben, downloaden und fertig!
 
Kinderleichte Installation
Auf einer kleinen Grafik wird gezeigt, wie man vorzugehen hat, um das Gerät an einen PC oder Notebook anzuschließen. Der Treiberassistent fragt den Käufer spielerisch und durch schöne Hintergrundgrafiken ob man Links- oder Rechtshänder ist. Das Programm in dem sich viele kleine Spiele befinden nennt sich „Bamboo Dock“. In dieser Spielesammlung erlernt man kinderleicht die ersten Schritte mit dem Umgang des Wacom Bamboo. Es können Vögel aus ihrem Käfig mit Hilfe eines springenden Balles befreit werden, das Gemälde der Mona Lisa verändert werde, ein Notizbuch erstellt werden, das Zeichnen auf Landkarten (per Satellitenaufnahme) und ein Tutorial.

Funktionen und Tasten
Die 4 Tasten, die sich auf dem Tablett befinden können selbst konfiguriert werden. An dem Stift befinden sich ebenfalls zwei Tasten und die Radierfunktion an der Rückseite –wie ein normaler Bleistift mit Radiergummi.

Der Bereich, der zum Zeichnen dient, wurde mit kleinen Zeichen an jeder Ecke markiert. Dadurch das die Fläche nicht allzu groß ist, ist die Distanz von einer Ecke zur nächsten auf dem Bildschirm gar nicht soweit entfernt. Längeres Arbeiten am PC ist weniger anstrengend, als das Zeichnen auf einem DIN A4 großem Tablett, was ich derzeit besitze.

Die Software – nötig oder unnötig?
Man hat ja beim Kauf die Wahl zwischen zwei Editionen. Da es mir auch sehr wichtig war, wie die Software funktioniert in der Zusammenarbeit mit dem Tablett und was diese überhaupt können, habe ich beide mir mal genauer angeschaut. Zwischen beiden Varianten liegt ein ungefährer Preisunterschied von 10€ - eine Überlegung ist es auf alle Fälle wert!

Manga Studio 4.0 Debut
Dies ist ein Programm, das uns Zeichner oder angehende Zeichner besonders interessiert. Es verspricht kinderleichten Aufbau von Mangaseiten und der Funktion Rasterfolien per Mausklick einzufügen. Wer möchte nicht wie sein Idol einen eigenen Manga erstellen?
Auch hier befindet sich ein Tutorial (Anfängermodus).
Dieses kann man natürlich auch ausschalten, wenn man möchte bzw. überspringen.
Hier gibt es zwei Reiter: Story und Seite.

Mir persönlich waren diese Funktionen wichtig:
Skizzen erstellen, Outlines erstellen, Colorationen und Raster einfügen

Das Erstellen von Skizzen war kinderleicht. Man wählt zwischen verschiedenen Pinselarten und Größen aus. Zusätzlich können noch die Farbintensität, die Form des Pinsels und die Farbe ausgewählt werden. Hier werden die Originale aus Japan verwendet wie den Marupen, der z.B.  aussieht, als würde man mit einem echten Pinsel Linien ziehen.

Man klickt auf die gewünschte Ebene und zeichnet los! Für die Neuankömmlinge unter Euch, die noch nie an einem PC gezeichnet haben, hier eine kleine Erklärung, wie man Bilder generell aufbaut:
Eine Zeichnung kann durch viele „Ebenen“ entstehen“. Ebenen könnte man mit einem Stapel Papier gleichsetzen. Man kann auf jeder Ebene zeichnen: allerdings sollte man darauf achten, wie man diese einstellt. Die Ebene mit den fertigen Outlines (Reinzeichnung) liegt ganz unten und steht auf „Normal“, während alle weiteren Ebenen, das heißt die Coloration, Extras, Hintergrund, Texturen, auf „Multiply“ (Durchsichtig) gestellt werden, damit diese übereinander gelegt werden können. Alle Ebenen übereinander gelegt ergeben das Gesamtbild.

Wer jetzt absolut keine Ahnung hat, wo sich welche Funktion befindet, gibt es von dem Programm selbst eine PDF-Datei mit zusätzlichen Informationen. Allerdings sollte jedem gesagt sein: alles ist in Englisch! 
 

Anime Studio Debut 8
Dies ist ein Programm mit dem Animationen (Gif-Dateien) selbst erstellt werden können. Auch hier wird von einer leichten Bedienung gesprochen. Allerdings muss ich gestehen, dass ich bereits am Assistenten, der am Anfang auftaucht, leicht den Überblick verlor. Zu viele Informationen auf einem Bildschirm einzublenden ist teils sinnvoll. Dafür gibt es zu dem Programm eine deutsche Anleitung! Ein sehr großer Pluspunkt wie ich finde.

Hier noch meine Pro und Contra – Liste:

Pro
+ einfache Installation
+ Multitouchfunktion kann an- und ausgeschaltet werden
  (präziser Mausersatz - auch mit dem Finger nutzbar)
+ ergonomisch geformter Stift
+ modernes und frisches Design
+ klein, aber stabile Verarbeitung
+ unterm Tablett befinden sich Noppen aus Gummi, die das Verrutschen auf glattem Grund verhindern
+ Preis und Leistungsverhältnis unschlagbar!
+ Wireless fähig
+ eine Menge an Einstellungsmöglichkeiten stehen einem zur Verfügung
+ auch für Anfänger geeignet 
+ Gratis-Software zum Erstellen des eigenen Mangas: von der groben Skizze bis zur fertig gerasterten 
   Mangaseite und vieles mehr
+ technischer Support von Wacom antwortet sehr schnell und kompetent 

Contra
- als Rechtshänder empfand ich die Position der Einsteckbuchse des USB-Kabelsunglücklich 
  (diese befindet sich auf der linken Seite)
- das Wireless-Kit wird separat verkauft (ca. 40€)
- Software leider nur in englisch verfügbar 
- Software könnte für Anfänger evtl. zu kompliziert sein - es bedarf einiger Übungen bis man genau weiß, 
   wo sich welche Funktion verbirgt

Kein richtiger Minuspunkt
Schade das es (noch?) keine weiteren Farbvarianten gibt  :3

FAZIT:
Und da wären wir auch schon am Ende meines Berichts angekommen. Meiner Meinung nach lohnt es sich die Version mit der dazugehörigen Software (Anime Studio + Manga Studio) anzuschaffen. Natürlich kommt es auf die jeweilige Person an, womit diese am Besten zurecht kommt. Viele Zeichner zeichnen am Liebsten noch traditionell (Papier + Bleistift), andere arbeiten nur digital und es gibt Sonderlinge, die mischen beide Arten von Colorationen. Für mich persönlich war der Umstieg vom analogen Zeichnen zum digitalen, ein Kostengrund. Zum einen zeichne ich selbstverständlich auch noch mit dem Bleistift auf echtem Papier, aber man spart doch eine Menge an Materialkosten, wenn man sich mit dem digitalem Grafiktablett auseinandersetzt. Wer zum ersten Mal mit einem Tablett arbeitet, sollte sich nicht wundern, wenn die allerersten Zeichnungen nicht so aussehen, wie zuvor auf dem Papier, was vor einem liegt. Es ist etwas ganz anderes und ich hatte das Gefühl, noch nie einen Stift in der Hand gehalten zu haben. Nicht sofort die Flinte ins Korn werfen - übt euch in Geduld und je öfter man es macht, desto besser werden die Ergebnisse ;)

Ich konnte es mit meinem alten Tablett kaum vergleichen. Ich besitze selbst ein Tablett im DIN A4 Format von der Marke "Medion" und das sind folgende Dinge, die mir sofort aufgefallen sind, als ich das Wacom zum ersten Mal benutzt habe:

Die Größe der Zeichenfläche
Je kleiner, desto besser .Die Distanz von einer Ecke zur nächsten im Bildschirm nicht so weit und es ist nicht so anstrengend, wenn man länger zeichnen möchte.

Die Präzision    
Während beim Medion einige Linien nicht so verliefen, wie ich den Stift führte, fiel es mir beim Wacom eindeutig auf, dass die Linien genauso erschienen, wie ich sie mir vorgestellt hatte. Ich war begeistert und bin es noch immer!

Die Oberfläche
Dadurch das ich beim Wacom nicht so sehr mit dem Stift auf der Oberfläche "kratzen" musste, als beim Medion, gelangten mir selbst nach 4 Wochen Test gerade Linien. Beim Medion ist es leider so, dass man Spuren auf der Oberfläche hinterlässt, die manchmal zu "komischen" Linien führen. Natürlich besitzen die Programme, mit denen man zeichnet, die Radierfunktion, aber die brauchte ich bei Wacom fast nie!

Danksagung 
In diesem kleinen Abschnitt möchte ich mich noch einmal offiziell und aus ganzem Herzen bei folgenden Menschen bedanken, die es mir ermöglicht haben, an solch einen Test teilzunehmen. Es hat mir eine große Menge Spaß gemacht und ich hoffe es war nicht das letzte Mal  :)

Herzlichen Dank an Matsu von Matsu's Ecchi-Ecke für die Empfehlung <3
Herzlichen Dank an Frau Bl. für die Kontaktaufnahme und die super tolle Beratung <3
Herzlichen Dank an Frau Br. für den schnellen Ablauf, für das Gerät und für den sehr lieben E-Mailverlauf :)

 

Und ein großes Dankeschön an die Firma Gr. ;) Damit niemand jetzt die Firma und die netten Damen mit Mails bewirft, habe ich alles abgekürzt. Bitte habt dafür Verständnis, das ich darüber keine weitere Information rausgeben werde!

Es war ein sehr schöner Zufall und ich bedanke mich! Bei allen! Auch bei dir, fürs Lesen!
DANKE!

Eure, Alice

PS: Schon jetzt einen schönen zweiten Advent <3  




Kommentare:

  1. Und wo in deinem Post entschuldigst du dich für deine Rechtschreibfehler und ansonsten alles schlechte?

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    1. Sehr geehrtes Anonym,
      es kann sein, dass es Rechtschreibfehler gibt, aber ist es ein Grund mich dafür zu entschuldigen? Ich denke nicht! Jedem kann so etwas passieren und ich habe ihn nicht durch die Rechtschreibprüfung "gejagt". Alles schlechte? Na, wenn das so schlecht hier ist, dann brauchen Sie es ja nicht lesen, oder irre ich mich? Mit freundlichem Gruß

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    2. Nur mal so: bei "alles Schlechte" schreibt man "Schlechte" groß (das Schlechte)! Wer im Glashaus sitzt...

      Guter Bericht, hat mir sehr geholfen, danke!

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  2. Vielen vielen Dank für die Infos und das Feedback bezüglich auf das Tablet. Ich selber hab mir gerade eins bestellt und als ich ihre Seite gelesen habe, war ich mir noch sicherer das es eine gute Überlegung war ;)

    LG

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  3. Es freut mich sehr, dass ich Sie zum Kauf überreden konnte ;) Indirekt natürlich :D aber toll! Danke für Ihren Kommi! Und ganz viel Spaß mit Ihrem Tablett!

    LG, Alice

    Vom anderen PC :'D

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  4. Danke für den Beitrag! :) Jedoch habe ich noch eine Frage:
    Ich bin 13 das heißt ich kann Englisch noch nicht komplett, das ist bald mein erstes Grafik Tablett... glauben sie das ich das Tutorial auf englisch und wie alles funktioniert trotzdem verstehen werde? Sind da dann zb Bilder/Beispiele die zu dem Englischen Text auch noch zeigen wie alles geht? Ich habe angst das ich es dann nicht verstehen werde :( und verlernt man dann das zeichnen auf papier? Dumme frage... aber kann ja sein wenn es so anders ist ^ ^ :(

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